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Amphetamine, Ecstasy und ähnliche Stimulanzien
» Prävalenz

Vergleiche mit Nachbarländern

Gegenwärtige Situation

Vergleichbar der Schweiz werden Stimulanzien in Europa in der Regel in der Partyszene und mehrheitlich von jungen Erwachsenen eingenommen. Jedoch scheint die Prävalenz des Gebrauchs von Stimulanzien von Land zu Land zu variieren. Beispielsweise deuten Abwasseranalysen, die in verschiedenen europäischen Städten durchgeführt wurden, darauf hin, dass in manchen nord- und osteuropäischen Städten der Amphetamingebrauch verhältnismässig hoch ist (EBDD, 2019). Ausserdem gibt es Anzeichen dafür, dass MDMA in Ländern mit hohen Prävalenzraten nicht mehr nur in der Partyszene konsumiert wird, sondern auch in Nachtlokalen wie Bars oder an Privatparties (EBDD, 2019).

Die letzten zur Verfügung stehenden Daten weisen darauf hin, dass die Situation in der Schweiz mit derjenigen in den umliegenden Ländern vergleichbar ist. Die 12-Monatsprävalenz des Amphetamin- und Ecstasygebrauchs bei den 15- bis 64-Jährigen lag in Österreich, Deutschland, Frankreich und Italien bei höchstens 1% (Tabelle). Die Schweiz befindet sich mit 0.7% der 15- bis 64-Jährigen, die in den letzten 12 Monaten Ecstasy (2016) genommen haben bzw. 1.0%, die Speed oder andere Amphetamine (2015) genommen haben, nahe der Mittelwert der umliegenden Länder.

Entwicklung und Tendenzen

Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) weist darauf hin, dass die 12-Monatsprävalenz des Amphetamingebrauchs unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen (15- bis 34-Jährige) seit 2000 in den meisten europäischen Ländern ziemlich stabil ist. In Bezug auf Ecstasy deuten die Ergebnisse insgesamt auf einen stabilen oder steigenden Gebrauch von Ecstasy unter jungen Erwachsenen in Europa hin (EBDD, 2019). Ähnliche Tendenzen können auch für die Schweiz und ihre Nachbarländer beobachtet werden (Tabelle).

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