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Amphetamine, Ecstasy und ähnliche Stimulanzien
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Untersuchung der Abwässer

Abwasseranalysen stellen einen neuartigen Ansatz zur Überwachung des Drogengebrauchs dar (Frost & Griffiths, 2008), vor allem um die Menge von in grossen Städten eingenommenen Ecstasys zu schätzen. Auch wenn diese Methode für die Überwachung des Drogengebrauchs auf gemeinschaftlicher Ebene nützlich ist, so erlaubt sie weder Rückschlüsse auf die Anzahl der Personen mit Einnahme noch auf die individuell genommene Menge. Sie erlaubt aber die Schätzung der während eines bestimmten Zeitraums in einem bestimmten Gebiet eingenommenen Menge von Ecstasy.

Eine Untersuchung der Abwässer mehrerer grosser europäischer Städte, darunter fünf Schweizer Städte (Basel, Bern, Genf, Sankt Gallen und Zürich), hat basierend auf 2012 durchgeführten Abwasseranalysen in diesen Schweizer Städten gezeigt, dass der Gehalt von Ecstasy besonders am Wochenende im Vergleich zu den Wochentagen höher war (siehe Abbildung Orth - Ecstasy in den Abwässern von Basel, Bern, Genf, St. Gallen und Zürich an den einzelnen Wochentagen (2012)).

Systematisch angewandt, scheint diese Methode vielversprechend für die Überwachung der Entwicklung des Drogengebrauchs in der städtischen Bevölkerung zu sein. Sie vermag ebenfalls die Informationen aus den Bevölkerungsumfragen zu ergänzen.

Orth - Ecstasy in den Abwässern von Basel, Bern, Genf, St. Gallen und Zürich an den einzelnen Wochentagen (2012)

Orth - Ecstasy in den Abwässern von Basel, Bern, Genf, St. Gallen und Zürich an den einzelnen Wochentagen (2012)
Quelle:Medienmitteilungen Eawag: http://www.eawag.ch/medien/bulletin/20140527/index?clear_lang=1..
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